Femto-DMEK: Ein Vorteil gegenüber manueller OP?

Shownotes

Femto-DMEK: Ein Vorteil gegenüber manueller OP?

Dr. Annika Licht im Gespräch mit Prof. Dr. Philipp Eberwein

Wir sind zurück aus der Sommerpause und haben vier Studien im Gepäck, die zu spannenden Diskussionen verleiten! In allen gehen wir auf verschiedene Weiterentwicklungen der Hornhautchirurgie mit Laser ein. Heute wollen wir es in Bezug auf die DMEK wissen- kann die Mitbenutzung des Femto-Lasers hier einen Vorteil bieten? Und wenn ja, warum und inwiefern?

Weitere Informationen und die Studie selbst gibt es hier: Femto-DMEK: Ein Vorteil gegenüber manueller OP? Sorkin N, Gouvea L, Din N, Mimouni M, Alshaker S, Weill Y, Gendler S, Slomovic AR, Chan CC, Rootman DS. Five-Year Safety and Efficacy of Femtosecond Laser-Assisted Descemet Membrane Endothelial Keratoplasty. Cornea. 2023 Feb 1;42(2):145-149.

Transkript anzeigen

00:00:04:

00:00:13: Und damit herzlich willkommen in der nächsten Staffel, Staffel Nummer sechs.

00:00:16: liebe Zuhörer.

00:00:17: Willkommen zurück nach den Sommerferien!

00:00:19: Wir befinden uns im Folge zweihundert eins.

00:00:21: schön dass Sie wieder dabei sind und es soll nicht unerwähnt bleiben, Ziema macht diesen Podcast-Monat möglich.

00:00:27: vielen herzlichen Dank Aber ich bestreite den natürlich nicht alleine.

00:00:31: Mit dabei ist Professor Dr.

00:00:32: Iberwein, wir haben uns schon mal gesprochen, seit dem war er absolut nicht untätig.

00:00:39: Er hat eine Augenklinik gegründet und frisch in diesem Jahr die Hornhaut Bank Rosenheim ins Leben gerufen.

00:00:47: Insofern ist es absolut fair, ihn als Hornhaut-Spezialisten zu bezeichnen.

00:00:50: Und ich freue mich, dass er uns heute durch vier spannende Studien zur Laseranwendung in der Hornhotschirurgie durchführt!

00:00:57: Ich denke das werden spannende Themen sein die man auf jeden Fall gut diskutieren kann.

00:01:01: Kann man das so sagen Herr Prof.

00:01:03: Dr.

00:01:03: Eberwein?

00:01:03: Ich wünsche Ihnen erstmal ein herzliches Willkommen zurück!

00:01:07: Ja vielen Dank für die Einladungen und vielen dank, dass Sie mich erneut kontaktiert haben ist ja immer ein Zeichen, dass man es vielleicht nicht ganz falsch gemacht hat.

00:01:19: Ich hoffe das wir eine gute Diskussion haben bin mir sicher und bin auch sehr gespannt über die Studien.

00:01:26: ich denke die haben sie gut ausgewählt und da können wir ein bisschen was drüber besprechen.

00:01:29: Ja insofern können wir gerne schon rein starten.

00:01:32: Wir reden also ich hatte es ja schon gesagt wir besprechen jeder Folge so ein bisschen einen anderen Teilaspekt.

00:01:40: In der ersten Studie, die wir uns anschauen von Sorkinnen und Kollegen geht es um die Femto-DMAG.

00:01:46: Und ob ein Vorteil gegenüber einer manuellen OP besteht?

00:01:51: Bevor wir da so richtig zur Studie kommen machen wir's wie sonst auch gerne und sprechen erst mal ganz kurz darüber was die DMAG ist und wie diese Operation eigentlich abläuft.

00:02:00: Vielen Dank erkläre ich natürlich sehr gerne.

00:02:02: mittlerweile ist das schon nicht mehr ganz neu Wir machen sie ja schon über zehn Jahre.

00:02:08: Und da geht es um eine selektive Transplantation der Dothelschicht mit ihrer Basalmembran, der Dessemetmembrane.

00:02:15: Alle die sich so ein bisschen in die Histologie des Auges erinnern wissen das die Zellen der Endothelzellen auf der Basalmembran des Semetmembraen liegen.

00:02:24: und davor gab's eben Techniken die noch Stromer mit verpflanzt haben.

00:02:28: und das besondere an dieser Technik ist eben dass man so selektiv erkrankte Endothelsschicht transplantieren kann und eigentlich auch an einer natürlich anatomischen Grenze operiert.

00:02:40: Es wiederum den Vorteil hat, dass der Visus-Gewinn wie man jetzt schon gut weiß sehr hoch ist und wir keine Interface Probleme wie zum Beispiel nach der DSEC wenn Stromer auf Stromer lag bekommen haben oder mehr bekommen.

00:02:58: Und es ist ja in vielen Zentren in Deutschland auf der ganzen Welt ein praktiziertes Verfahren und kommt insbesondere dann zum Tragen, wenn wir eine isolierte Erkrankung der Endothelzellen haben.

00:03:11: Der klassische Indikation ist die fuchsische Endotheldostrophie.

00:03:14: Eine andere klassische Integration ist die bulose Keratopathie

00:03:18: z.B.,

00:03:19: bei einem Endothelfersagen nach Glaukomenschirurgie, also mehrfacher Glaukomschirurgielang bestehenden Glaukomen oder eben auch nach komplizierter Kataraktchirurgy.

00:03:30: da kann es ja auch so mal zum Endothelsölversagen kommen dass dann nicht mit der fuchschen Endotheldystrophie im Zusammenhang steht.

00:03:38: Und da bietet sich das eben an, weil man so auf Nähte verzichten

00:03:43: kann

00:03:44: über einen kleinen Zugang in das Auge reingeht die Däste mit einem Brandiakraktis entfernt und die Neue eben dann im Auge nach Präparation außerhalb des Auges am Verstorbenen an der verstorbenen Hornhaut sozusagen, dass die Däste mit Abzieht dann als Rolle ins Auge eingibt.

00:04:03: Mit Luft und Wasser entfaltet weil sie halt nur dreißig Mikrometer dünn ist und mittels der Luftblase an die Posterior-Hornhaut anhäftet oder dran drückt.

00:04:16: und deshalb werden die Patienten auch häufig von wenigen Stunden bis einige Tage dann auf dem Rücken gelagert, da geht die Meinung ein bisschen auseinander.

00:04:25: Da kommen wir auch noch drauf zu sprechen hier an der Studie.

00:04:28: Damit man die neue Membranen anbringen kann braucht es eine Entfernung der Alten und das nennt man ja DestoMentoRexis und das hat eine bestimmte Größe.

00:04:39: ich habe mich so ein bisschen gefragt, wonach richtet sich denn diese Größe?

00:04:43: Ich weiß inzwischen aus den Jahren, die ich ja schon eine Assistenzärztin bin.

00:04:47: Das ist ganz wichtig, dass man das richtig und rollt.

00:04:50: Weil es gibt natürlich ne richtige Seite und ne falsche Seite.

00:04:54: Und das schlecht, wenn's falsch rumliegt, weil dann kanns nicht richtig anwachsen oder sich ansaugen.

00:05:00: Dann ist aber dafür auch noch die Destomento-Rexesgröße wichtig.

00:05:03: Können Sie da was zu sagen?

00:05:04: Weil das war hier in der Studie auch nicht unwichtig.

00:05:07: Ja, das ist hier in dieser Studie eben auch thematisiert Und da liegen die Autoren auch relativ großen Wert drauf.

00:05:15: Warum betone

00:05:15: ich das heute so?

00:05:17: Wenn man das jetzt macht, dann ist in der Regel angenommen, man nimmt ein acht Millimeter Transplantat, dass die Desumetrexis eher größer sein soll.

00:05:28: Jetzt fragen Sie mich wahrscheinlich als nächstes, warum das denn so sein soll und man geht davon aus, von Destometrex, also Resten sozusagen.

00:05:41: Das neue Transplantat hat dann etwas schlechter atheriert.

00:05:45: Es gab auch ganz zu Beginn ... Da waren sie dann noch Studentin und auch noch vor zweiundzwanzig.

00:05:52: Tatsächlich auch Arbeiten, die dann einem gar keine Destometorexes gemacht haben und die Olde Destomet draufgemacht haben.

00:06:00: Das ging teilweise auch schon.

00:06:02: aber eben ist es die Frage wie gut Sie dann atheriat?

00:06:07: Zum einen, zum anderen bei der Funktion Endotheldestrophie sind ja auch diese klassischen Werten wenn man sich daran erinnert.

00:06:14: Die eben auch häufig eine schlechte Kontraste schärfe machen und Wenn ich die natürlich nicht entferne dann nur oben drauf was klatsche wird es natürlich dadurch auch nicht so wirklich deutlich besser.

00:06:27: Und das mag dann noch noch alle spielen.

00:06:29: und da gibt's doch ein dritten Faktor Der auch teilweise Ungeklärt ist, also es ist im Prinzip die Regenärierung der Endothelzellen mal ganz übertrieben gesagt.

00:06:42: Wir wissen nicht ob sie regenerieren Sie sind sehr kontakt inhibiert deshalb lassen sich auch in Kulturschlecht züchten.

00:06:49: Dann gibt's ja auch eben Arbeiten von Kinoshita aus Japan Die endothelzeilen in vitro züchtet und das geht nur.

00:06:57: wenn man sieht so sagen diese Kontaktinhibition Hemd Und dann proliferieren die und er hat auch gezeigt, dass man sie ins Auge wieder einbringen kann.

00:07:10: Aber eben die natürliche Intutilzelle ist eigentlich so wie wenn wir zum Beispiel in der Schlange bevor im Bäcker stehen am Sonntag, wir laufen dem der Fund steht ja nicht in den Rücken rein.

00:07:21: Im

00:07:21: besten Fall natürlich

00:07:22: nicht.

00:07:22: Ja, im besten Fall nicht!

00:07:24: Das wäre halt eine Kontaktinhibition quasi spätestens sobald ich ihn berühre, merke ich.

00:07:31: Ich komme nicht schneller dran für meine Brötchen und kann das aber auch nicht drängeln, nennt man es auch im Ski-Lift zum Beispiel.

00:07:38: Da sind wir also ein bisschen Kontakt inhibiert und da sind die Endothelzeilen auch.

00:07:43: Aber es ist eben auch bekannt dass sie bei einer Endothelserreduktion zum einen wieder auffüllen der abgestorbenen Zellbereiche haben.

00:07:52: Das geht vor allem Darüber, dass die vorhandenen Indutilzahlen sich vergrößern.

00:07:58: Aber es gibt nur einen zweiten Effekt ... Also, sessile Zellen können auch immer migrieren.

00:08:03: Ja also sie können sich bewegen.

00:08:06: Auch Epithelzahlen das kennen wir ja von der Hornhaut vom Limbus in die Mitte.

00:08:10: aber auch Indutillzahlen können wandern und füllen das Tabletab aus.

00:08:14: Und wenn ich natürlich jetzt und das ist für diese Studie eben auch ein Argument was da angeführt wird sozusagen eine Destometorexe Neun Millimeter macht und machen acht Millimeter Transplantat rein.

00:08:28: Dann wandern die Endothelzellen vom Transplantateben auch etwas auf, die denudiertes Stromer.

00:08:36: Und wir kriegen eben dann auch so einen indirekten Endothelsellverlust

00:08:40: an

00:08:40: pro Fläche weil die Zellen sich halt auf eine größere Fläche ausdehnen.

00:08:46: Und deshalb ist es halt so dieser Zwiespalt wie viel des zur Meteroex ich mache?

00:08:53: Ja, genau.

00:08:54: Also das ist eigentlich die perfekte Überleitung.

00:08:56: Ich glaube besser hätte man den Begriff Kontaktinhibition nicht erklären können.

00:08:59: Das wäre noch eine Nachfrage von mir gewesen.

00:09:02: Vielen Dank dafür!

00:09:04: Aber an der Stelle können wir gerne mal darauf zu sprechen kommen was man sich jetzt von dem Mitbenutzen des Femdos erhofft und wie genau das erfolgen soll und wie dass in dieser Studie eben erfolgt ist.

00:09:15: Also zuerst mal muss man sagen, ich hab die Studie erst gelesen.

00:09:17: Hab immer gedacht wo machen wir jetzt den Femto?

00:09:20: Und hab immer gedacht ... Genau so ging's ja auch!

00:09:23: Ja und haben Sie auch gedacht bei der Präparation?

00:09:26: Weil ich habe die ganze Zeit

00:09:27: gesagt, die machen das bei der Preparation.

00:09:29: Ich dachte mit

00:09:30: dem beiden Fällen musst du dann exakt so matchen.

00:09:32: Ja aber das ist eben nicht der Fall wenn ich es richtig verstanden hab sondern... Die Schule

00:09:38: können sie ja noch machen.

00:09:41: Wenn du kleiner Seiten hiebt und zieh mal, wenn sie mir die in Interfaces vielleicht für die Studie umsonst zur Verfügung stellen würden.

00:09:49: Dann würde ich das vielleicht machen hier.

00:09:52: Mehr geht raus!

00:09:54: Jedenfalls ist es so, dass man halt letztendlich dieser Studie folgendermaßen gemacht hat.

00:10:01: Man hat zwei Gruppen genommen eine mit Femto-Dimac wurde die genannt Mit sechzehn Augen Und eine mit manueller Dimac mit forty zwei Augen.

00:10:12: Und diese manuelle Diemerk ist so wie viele es praktizieren, also eben von Hand des Zometorexes und von Handpräparationen was jetzt hier in der Femto Diemerksch Gruppe mit den sechzehn Augen war.

00:10:26: In der Unterschied dass man eben zum Beispiel ein acht Millimeter Transplantat manuell trepperniert hat als auch dann eben mit dem normalen Stanz Treppern, so wie wir das machen, acht Millimetern.

00:10:40: Und dann hat man am Patienten eben mit dem Femto-Laser auch ein acht Millimeter Destomettreparation sozusagen gemacht oder einen Destimettschnitt.

00:10:49: Und zwar haben die hundert Mikrometer unterhalb der Destemit angefangen, alle die so'n Femdo Laser benutzen wissen dass man immer einen Range eigentlich angebt.

00:10:58: gerade wenn man was schneiden will, dann geht man vom Kammerwasser im Prinzip rein in die Hornhaut.

00:11:04: deshalb Hundert Mikrometer unterhalb das man auch eine leichte Falte oder somit kriegt Und dann bis zu hundert Mikrometern in die Hornhautstromer rein.

00:11:13: Also man hat schon, das fand ich interessant, dass die Autoren da so viel gewählt haben doch Hundert Mikrometer in die posteriorische Hornhout mit reingeschnitten Ja und dann hat man halt im Prinzip unter Luft oder unter Wasser Ich mache es in der Regel unter Luft einen guten Kontrast und kann eben die Dester-Metmembran sehr genau halt entfernen, dann ist es nicht so wie wenn wir das von Hand machen.

00:11:37: Die reißt er dann auch immer ein bisschen ein und dann kriegt man manchmal auf so einem Rand einen Zickzack-Muster und da gibt's im Bereich die dann auch exponierte Stromer behalten.

00:11:47: Und die Autoren postulieren dass man dann eben beim Wiedereinbringen der Membranen, dass sie quasi handelsüblich wäre, wie wir alle gemacht haben, dann eine exakte Konkurrenz zwischen des Semetmembranens Rennen das und dass es Empfängers hat, sodass man eben diesen Gap nicht hat.

00:12:09: Und daraus zum Beispiel dann weniger Endotelzeitverlust resultiert.

00:12:15: Wir können gerne an der Stelle schon auf die Ergebnisse zu sprechen kommen.

00:12:17: Konnten Sie das denn bestätigen?

00:12:19: diese Hypothese?

00:12:22: Ja und nein, also so leicht.

00:12:24: Immer eine

00:12:24: gute Antwort.

00:12:29: Sie schreiben das die ... Also der Endothelzeitverlust.

00:12:31: tatsächlich in der Femto-Lasergruppe Geringerwahl sind der Manuellen durch das Followup zwei Jahre halt mit einem Unterschied von acht Prozent bis elf Prozent nach zwei Jahren.

00:12:49: Das ist halt jetzt relativ.

00:12:52: Ich meine, das war es nicht wie Kant, aber man muss halt schon sagen, dass die Studienpopulation halt sehr klein ist.

00:12:59: Also dafür, dass man die Operation so häufig macht aus sechzehn Augen dann ein Ergebnis abzulesen oder da habe ich so ein bisschen meinen Bauchschmerzen.

00:13:07: Da wäre es schön gewesen, hätte man eine größere Gruppe gehabt?

00:13:11: Ja!

00:13:12: Ich finde es tatsächlich faszinierend, dass so ne Studie bisher nicht durchgeführt worden ist.

00:13:15: Das ist ja eine ziemlich aktuelle Studie und man aller Handstudien in Bezug auf die Mitbenutzung des Femtos.

00:13:23: Und das ist jetzt so neu, und dass obwohl das wirklich einen Unterschied machen könnte ... Also es ergibt ja auch vom morphologischen Her-Sinnen, also wegen des Restgewebes, dass die Adherenz des neuen Transplantats besser sein kann.

00:13:43: Wenn das stimmen würde, was diese doch sehr kleine Studie einfach nicht ... Wie Sie gerade schon sagten, man muss es ja echt mit Vorsicht genießen.

00:13:50: Aber wenn da stimmen würde, dann würde das einen deutlichen Unterschied machen.

00:13:54: Also wohl für die Patienten als auch gegebenenfalls kostenmäßig was die Reoperate betrifft.

00:14:00: Ja also fand ich einfach bemerkenswert.

00:14:06: Da sprechen sie jetzt noch in einem anderen Aspekt an und

00:14:08: mich die Atherenz.

00:14:10: Und da war der viel größere Unterschied zu sehen.

00:14:13: Da hatten wir eben in der Femto-Gruppe Sechs Prozent Rebubbling.

00:14:19: Das nennt man ja, wenn man noch mal Luft reingeben muss, weil es nicht gut haftet.

00:14:23: Dann nennen wir das RebUBbling versus dreintaßig Prozent in der manuellen DMIC.

00:14:28: Ja genau.

00:14:29: Diese dreintaißig

00:14:30: Prozent ist tatsächlich was Gutes variiert auch immer.

00:14:34: Was wir also in den Studien die wir damals in Freiburg gemacht haben im Anfang der DMIC auch immer sahen

00:14:41: und jetzt?

00:14:42: Also wenn Sie sagen in den Anfängen

00:14:44: Ja, genau.

00:14:45: Jetzt gibt es auch Studien, die geringere ATM-Rebublingraten haben und das ist jetzt auch ganz interessant.

00:14:51: Das ist nur meine subjektive Beobachtung.

00:14:54: Das kann ich nicht durch Zahlen belegen aber tatsächlich war ich verwundert als ich dann von Freiburg hierher nach Rosenheim gewechselt habe, hatten wir viel weniger Rebubbling bis heute.

00:15:07: also wir sind unter dreieinhalb Prozent.

00:15:10: und jetzt frage ich mich schon immer woran liegt's?

00:15:13: Das wäre schon ein bisschen interessant.

00:15:15: Ja, vielleicht an den Geräten?

00:15:18: Also wenn man sagt mal macht das manuell, ob es dann vielleicht einfach an den geräten liegt dass sie neuer sind oder dann einen bestimmten wegen getroffen?

00:15:27: Nein meine Geräte sind immer noch alt und ich zeige ihnen gerade meine Hände.

00:15:32: Die werden leider dauernd älter.

00:15:34: Ich weiß es nicht.

00:15:35: also jetzt ist ja die Zellkultur ist ja überall gleich.

00:15:39: Jetzt beziehen wir's über Hier über die deutsche Gesellschaft für Gewebe Transplantation, die Transplantate.

00:15:46: Freiburg hat eine eigene Hornout-Bank, die ich selber auch mit aktiv unterstützt habe.

00:15:50: geleitet hatte hier der Herr Prof.

00:15:52: Meier und mein Oberarztkollegin damals.

00:15:54: Grüße gehen raus!

00:15:56: Und das würde ich sagen, daran kann es ja fast nicht liegen.

00:16:01: Dass die badischen Horne heute auch ein schlechteres Attessionsverhalten haben als dir aus Greifswald oder irgendwie.

00:16:07: Das würde ich als Partner natürlich überhaupt nicht unterstützen und das kann ich mir eigentlich auch nicht vorstellen.

00:16:12: Ich habe eigentlich auch noch nicht anders operiert und tatsächlich haben wir hier die gleichen Instrumente.

00:16:17: Was man natürlich schlecht beeinflussen kann ist... oder was ich immer wieder überlegt habe, haben wir die Patienten in so einer größeren Uniklinik vielleicht nicht ganz so straff geführt wie wir sie im privaten Setting machen.

00:16:30: Das hab' ich immer gedacht bis Frau Professor Wacker aus Freiburg dann diese Studie gemacht hat, in der sie sagt dass die Rückenlage eigentlich gar nicht so entscheidend ist.

00:16:39: Ich lass Sie trotzdem immer noch fünf Tage auf dem Rücken legen!

00:16:43: und diskutiere immer mit Katrin Wacker dann, ob es wirklich so stimmt.

00:16:47: Ich kann's mir manchmal nicht vorstellen ... Aber das ist was, wo ich hier halt wesentlich mehr darauf achte, dass die echt streng wie ich machs auch immer noch stationär.

00:16:58: Habe sie immer stationär gemacht für ihr als Belegers.

00:17:00: jetzt in unsere eigenen Augenklinik?

00:17:03: Und lasst die da konsequent zwei-, drei Tage liegen bevor sie nach Hause gehen!

00:17:07: Und ich instruier die schon ziemlich streng.

00:17:11: Das wäre auch so ein Punkt von mir gewesen, denn hier in der Studie haben die dir zwei Stunden die Lage einhalten lassen.

00:17:17: Dann wäre auch die Frage reicht das?

00:17:19: und es geht ja dann noch immer um die Gasfüllung in der Vorderkammer.

00:17:22: also ich glaube das hat mir vorhin noch nicht erwähnt wenn man das transplantat eingebracht hat Ab das nicht sofort.

00:17:29: von alleine an saugt sich fest, die Endothelzellen beginnen zu arbeiten.

00:17:33: Man muss sie schon ein bisschen bitten, indem man so eine Gasblase von unten gegensetzt ... Ich denke mal da es jetzt nicht das erste Mal ist, dass wir das thematisieren mit der DMAC im Laufe des Podcasts ist das auch nicht so.

00:17:45: Also wird Ihnen das schon bewusst sein, liebe Hörer.

00:17:48: Aber diese Gasblase kann natürlich verschieden groß sein und da wäre an dieser Stelle wichtig zu fragen wie Frau Prof.

00:17:56: Wacker das macht?

00:17:57: Sie darf sich gerne bei uns melden!

00:18:00: Nee, das wissen wir ja.

00:18:01: Als er im Moment macht ist es glaube ich gar nicht weil sie in die Niederlassung gegangen ist aber sie hat's in Freiburg, sie war auch Oberärztin in Freiberg Und eben auch ein Freiburger geschöpft oder gewächs, dann haben sie es so gemacht wie wir Freiburges immer machen Luft.

00:18:16: Aber es gibt ja auch die Möglichkeit, das noch mit Gas zu machen und in der Studie war's auch so dass sie halt verglichen hatten wenn ich es richtig weiß.

00:18:25: eben wie ist es wenn man die Patienten konsequent auf dem Rücken liegen lässt?

00:18:29: oder wie ist das dann weil man sie dann eben doch aufstehen lässt?

00:18:32: Mit Luft braucht er vier fünf Tage rauszugehen und dabei hatten Sie eben keinen statistischen Unterschied gefunden Und das war eigentlich ganz interessant.

00:18:43: Also, das ist ein Punkt und dann muss man noch einen Punkt machen.

00:18:46: Denn es ist sicherlich auch vom Alter des Spenders abhängig.

00:18:51: Genau!

00:18:51: Der Junge rollt sich hier wesentlich stärker ein als der Ältere... ...und da wars aber glaube ich in der Studie.

00:18:57: so korrigieren Sie mich dass sie da keinen Unterschied hatten?

00:19:00: Dona Age war relativ gleich die waren sieben-sechzig-kommar acht zu vier und sechzig.

00:19:05: Ja, die Gruppen waren sehr verschieden groß.

00:19:08: Aber so von der Kohorte zusammensatzbar

00:19:11: ... Genau, waren

00:19:12: sie gut gemäßt.

00:19:14: Ich glaub aus Zeitgründen würde ich jetzt gerne noch eine wichtige Frage stellen und dann den Rest ihrer zukünftigen Forschung überlassen

00:19:22: oder

00:19:23: meiner genau wer weiß oder wem auch immer sich gerade angesprochen fühlt diese Studie vielleicht mit einer größeren Kohorte zu wiederholen?

00:19:30: ändert dieses studier ihr Verhalten?

00:19:32: also ich glaube Wenn ich richtig informiert bin, haben Sie einen Femto.

00:19:36: Richtig!

00:19:37: Und Sie machen auch DMAX?

00:19:40: Ist das jetzt was, was Sie mit den Patienten überlegen werden oder ist es etwas, wo Sie noch abwarten?

00:19:45: Das ist etwas, was ich mir eher für mich überlegen werde und meinen Team.

00:19:50: Wir haben natürlich ein generelles Problem in der deutschen Augenhaltkunde und das ist immer die Art der Vergütung.

00:19:56: also man soll ja nicht jammern.

00:19:59: Aber ich meine, wenn man noch ein PI, also ein Patient Interface für einen Laser zusätzlich finanzieren muss und ehrlich gesagt will ich es nicht den Patienten finanziert lassen.

00:20:10: Insbesondere schon nicht in der Studie.

00:20:12: Wenn ich nicht weiß dass das einen eindeutigen Benefit hat dann sind das halt nochmal zweihundertfünfzig dreihundert Euro die von der DRG abgehen und das Transplantat kostet ja auch noch Geld Und alles andere kostet auch Geld.

00:20:24: Das ist halt dann die Frage, ob das so ein eindeutiger Hinweis darauf ist dass ich jetzt mein Verhalten wegen der Studie mit der geringen Fallzahl ändern würde.

00:20:36: Ich denke eher nicht.

00:20:37: Okay!

00:20:38: Ich würde aber vielleicht mir überlegen meine Desumetorexis doch wieder noch ein bisschen konsequenter von Hand zu machen damit ich eben weniger Overlap oder weniger denundiertes Gewebe habe.

00:20:52: Das ist ja auch eine Konsequenz, die man aus der Studie rausziehen könnte.

00:20:56: Man könnte sich das ja auch zum Beispiel – es gibt ja diese Mechanismen – sich auch z.B.

00:21:01: Nerexis einblenden zu lassen und das kann man ja auch im Prinzip so ein bisschen extrapolieren auf die Hornhaut wenn man's einblendet, auch wenns auf Linsebeneben ist oder man könnte natürlich auch einen Ring drauflegen.

00:21:11: wir markieren ja auch acht Millimeter zum Beispiel.

00:21:14: also da gibts ja verschiedene Möglichkeiten sich da vielleicht nochmal ein bisschen konsequencer dranzusetzen.

00:21:20: Auch das könnte man ja mal retrospektiv evaluieren.

00:21:23: Ja, ist auf jeden Fall spannend.

00:21:25: Ich find die Studie macht auf eine Art und Weise was Forschung auch gerne machen darf.

00:21:30: Sie stellt Fragen.

00:21:32: Und zeigt auch eigentlich ganz guten Forschungsbedarf.

00:21:36: Was ich so ein bisschen hoffen würde aus Patientensicht wenn ... dass das vielleicht noch mal geprüft wird, die Ergebnisse mit einer größeren Studie?

00:21:45: Auch wenn sie schon sagen, es ist nicht einfach in real life durchzuführen Gerade auch wegen der Kosten.

00:21:51: Ja, man müsste halt die Company vielleicht auch mal sagen ... Sie setzen das Studium auf und sponsern.

00:21:58: Und dann könnte man ja ... Dann könnte man den Weg gehen, das echt über die Kasse zu versuchen?

00:22:05: Weil ich mir schon denke, man kann das mal durchrechnen.

00:22:07: Das ergibt ja auch Sinn.

00:22:09: Wenn wir einen Patienten haben, der ein-, zweimal in Rebubbling braucht und länger liegt, ist das schon ... was sich eventuell gegenrechnet.

00:22:17: Aber gut, das ist ein anderes Thema!

00:22:19: Ich will gar nichts so weiter...

00:22:21: Ja,

00:22:21: ich glaube auch, ich muss an der Stelle es ja unterbrechen.

00:22:24: Da müssen Sie vorsichtig sein auf das Rebubbling.

00:22:27: Das wird in die gleiche Diagie eingehen weil innerhalb zwei Wochen haben sie die gleichen Diagies zum Beispiel.

00:22:32: Also es geht auf Kosten des Hauses.

00:22:34: Und dann ist ja auch noch mal zu erwähnen, wenn Sie es jetzt ambulant machen, kostet's nicht viel des Rebubbling und dann ist es auch noch zu erwänen.

00:22:41: Ein Rebobling ist ja im Prinzip jetzt auch nicht gleich Transplantatversagen also ein Rebumbling die werden ja trotzdem sehr gut.

00:22:49: Also insofern das muss man halt auch nochmal ein bisschen Relation setzen.

00:22:53: Wenn man jetzt Kosten der Sparnis sieht und die Kassen werden nichts bezahlen.

00:22:57: Wir haben ganz andere Diskussionen in Deutschland.

00:23:01: Das haben Sie bestimmt mitgekriegt?

00:23:03: Ich hatte versucht, das noch mit einer positiven Nachricht enden zu lassen.

00:23:09: Genau, habe ich jetzt gemacht.

00:23:11: Liebe Forscherinnen, liebe Forscher fühlen sie sich motiviert durch diese Studie.

00:23:16: Ich danke Ihnen herzlich für Rede und Antwort Herr Professor Ebermein!

00:23:21: Und freue mich auf die Folge, sind wir tatsächlich schon

00:23:24: fertig?!

00:23:26: Nächste Woche sprechen wir über die Akkuate-Keratotomie versus die tourische IOL zur Asigmatismuskorrektur.

00:23:34: Auch ein sehr spannendes Thema, freuen Sie sich drauf!

00:23:38: Ich freue mich auf jeden Fall darauf und wünsche Ihnen jetzt erst mal eine gute Zeit!

00:23:53: Tschüss!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.