Orale Behandlung des DMÖ?

Shownotes

Orale Behandlung des DMÖ?

Dr. Annika Licht im Gespräch mit PD Dr. Olga Furashova

Die diabetische Retinopathie und mit ihr das diabetische Makulaödem zählen inzwischen zu den Volkskrankheiten – mit weiter steigenden Fallzahlen in den kommenden Jahren. Wäre es da nicht spannend, wenn sich durch die Einnahme von Lamivudin möglicherweise ein neuer therapeutischer Ansatz eröffnen würde? Doch wie kommt man überhaupt auf Lamivudin? Zum Abschluss dieses Podcast-Monats besprechen wir eine ebenso spannende wie innovative Studie und freuen uns darauf, was Frau PD Dr. Furashova uns hierzu noch alles berichten kann.

Weitere Informationen und die Studie selbst gibt es hier: Pereira F, Magagnoli J, Ambati M, Fernandes de Oliveira T, Estevão de Oliveira JA, Pesquero VO, Ribeiro LZ, Kondo Kuroiwa DA, Malerbi FK, Dib SA, Moraes NB, Farah ME, Rodrigues EB, Ambati J. Oral lamivudine in diabetic macular edema: A randomized, double-blind, placebo-controlled clinical trial. Med. 2025 May 23:100747. doi: 10.1016/j.medj.2025.100747.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40436012/#

Transkript anzeigen

00:00:04:

00:00:13: Herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe von unter vier Augen dem Of Time Up Podcast.

00:00:17: Ich freue mich, dass Sie wieder einschalten!

00:00:19: Wir sprechen heute in der vierten Folge zum Diabetischen Markpuler-Edem gemeinsam mit Frau Privatozentin Dr.

00:00:27: Olga Voroshova über eine orale, behandungsdiabetischen Makula-Idemes.

00:00:33: Mein Name ist Annika Licht und ich bedanke mich an der Stille bevor ich es vergesse noch mal bei Alimera.

00:00:38: Vielen vielen Dank, dass Sie diese Podcastfolge ermöglicht haben.

00:00:42: Bis jetzt hat mir viel Spaß!

00:00:43: Und heute geht's... Ich würde fast behaupten lustig weiter weil das wäre jetzt irgendwie ... Ein ziemlich toller Plot Twist, wenn wir drei Folgen auch übergeschworen haben.

00:00:54: Wie man rausfindet, welche intravitriale Therapie am besten zum dem Ö-Pass.

00:01:00: und in der letzten Folge befassen wir uns dann mit einer Studie die sich damit befasst ob man es vielleicht auch einfach mit Tabletten behandeln kann.

00:01:08: oder was denkst du Olga?

00:01:10: Ich fand den Ansatz sehr spannend und sehr ungewöhnlich also mir als ungewönlich.

00:01:18: Wenn man denkt dann auch, okay, dann nehmen wir ihn eine systemische Therapie.

00:01:22: Und gucken, was am Auge passiert?

00:01:24: Andereseits bietet es ja auch an die systemische Erkrankung insofern ... Ich fand den Ansatz sehr spannend, auch wenn ich erst mal mich ordentlich einlesen musste wie das Ganze funktionieren soll.

00:01:37: Aber ich glaube, ich hab's verstanden und kann es gerne auch ...

00:01:40: Das ist schon mal gut!

00:01:41: Ein bisschen weitergeben.

00:01:43: Und ich denke... Möglicherweise wirklich ein vielversprechender Ansatz, der aber jetzt natürlich erst noch am Anfang steht.

00:01:52: Dann kommen wir doch vielleicht mal auf die große Frage von was will im Medikament?

00:01:56: Wir eigentlich sprechen und du hattest ja gerade schon gesagt, du hast dich eingelesen und verstanden wie es geht.

00:02:02: das würde ich auch super gerne verstehen.

00:02:04: Vielleicht kannst du das mit mir teilen.

00:02:06: Ich habe vielleicht zuviel versprochen.

00:02:09: Ein bisschen

00:02:10: kurz

00:02:12: und verständlich zu erklären.

00:02:13: Also, es geht in dieser Studie um die Orale Therapie mit Lamyhudin.

00:02:18: Da sind Tabletten oder Kapseln, hundertfünfzig Milligramm, dem schluckt man zweimal am Tag.

00:02:25: Und das Lamy-Hudin ist gar nicht so unbekannt.

00:02:28: Das wird schon seit neunziger Jahren als fester Bestandteil der antiretroviralen Therapie bei HIV-Patienten eingesetzt.

00:02:36: Und zwar wirklich mit irgendwie gelbenslang und auch bei Hepatitis B-Patienten.

00:02:43: Das ist ein Medikament, wo natürlich an der ersten Stelle diese virusstatische Wirkung steht.

00:02:50: Also das ist wirklich nur für statisch.

00:02:53: Das Lämivodin macht folgendes, dass baut sich in die virale DNA ein und täuscht vor, ein Protein zu sein.

00:03:01: was es aber gar nicht ist gelingt dem aber hervorragend.

00:03:05: Sodass diese weitere Wachstum von der DNA-Kette kann nicht mehr erfüllen.

00:03:12: Weil Lamivudin wurde da reingelassen, aber das ist eigentlich gar nicht das was die DNA Kette braucht.

00:03:19: Damit wird dass diese wachsende DNA Ketten quasi bestoppt und Virus kann sich dann entsprechend nicht weiter repliziert werden.

00:03:27: Aber uns interessiert ja bei den Javitsch-Smakulätchen natürlich keine antivirale Wirkung.

00:03:32: also das ist jetzt nicht so der Schwerpunkt sondern Das Lamiwodin hat auch noch als Nebeneffekt eine anti-inflammatorische Wirkung.

00:03:43: Und zwar hemmt das die sogenannten Inflamasome.

00:03:50: Wenn man das jetzt kurz erklärt, so auch Proteinkomplexe unseres eigenen Immunsystems, sie dienen als eine Art Zündstoff für Entzündungsrektion.

00:04:01: Das heißt, sie sind hochreguliert in den, wenn es jetzt ein inclamatorischer Zustand ist und wir wissen das Diabetes- und Diabetschismakulär dem aber auch Diabetes als Erkrankung selber natürlich unter anderem auch eine wichtige pathogenitische Säule mit Inflammationen als Bestandteil hat.

00:04:19: Insofern ist diese antiinflamaturische Wirkung gar nicht so uninteressant.

00:04:26: Und das erschien unseren Kollegen aus Brasilien sogar so spannend zu sein, dass sie eben einen Studium mit Patienten medialbetischen Markule, die ihm angelegt haben.

00:04:37: Die sie mit diesem oralen Lamevudin tatsächlich über acht Wochen behandelt haben.

00:04:44: Krass!

00:04:45: Okay... Aber erst mal Hut ab?

00:04:48: Das war wirklich sehr verständlich und ... Hab ich jetzt auch verstanden.

00:04:53: Ich stand in dem Paper erst mal ein bisschen aufm Schlauch und hatte ein bisschen grübeln, also vielen herzlichen Dank erstmal dafür.

00:05:00: Sehr gerne!

00:05:01: Ich hoffe es haben keine Virologen hier im Podcast mit einen Gescheitern.

00:05:03: nicht dass ich da jetzt irgendwelchen wichtigen Details unterschlagen habe.

00:05:08: Also ich hoffe doch dann kriegst du bestimmt Lob.

00:05:10: Das ist bestimmt.

00:05:14: Wenn ich mir das so überlege wie die darauf gekommen sind bin ich selber eindruckt Und hoff auch irgendwie gleichzeitig dass vielleicht noch andere Leute weitere Ideen kommen.

00:05:23: Aber gut, wir befassen uns jetzt weiter mit dem Paper.

00:05:25: Du hast gesagt, die haben das acht Wochen lang bekommen ... aber nicht nur das richtig?

00:05:30: Ähm,

00:05:31: ja, also letztendlich gab's zwei Gruppen, weil es war eine Doppel verblindete wirklich an der Visite kontrollierte Studie, also die war klein.

00:05:39: Ja.

00:05:39: Weil es waren insgesamt noch vierundzwanzig Teilnehmer, aber die war trotzdem wie gesagt komplett verblindet und transomisiert.

00:05:45: Und in der ... Behandelte es in die experimentellen Gruppe, hinter der Lamivudiengruppe waren... ...sechzehn Augen und in der Placebo-Gruppe waren einen zwanzig Augen.

00:05:57: Also das ist wirklich keine sehr große Gehorte!

00:05:59: Und die Lamivodiengruppen wurden acht Wochen lang mit diesem Lamiwudin, wie gesagt zweimal täglich behandelt.

00:06:06: Die Placebogruppe hat entsprechend die Placebotabletten bekommen Aber nach vier Wochen haben weite Gruppen zusätzlich eine einmalige Injektion von Bivacizumab bekommen.

00:06:21: Okay,

00:06:22: genau das heißt in der Lamivudin-Gruppe haben wir die ersten vier Wochen nur Laminodinbehandlung und die zweiten vier Wochen ist es Laminoden und Bivaccidumab als gesamte Wirkung.

00:06:34: Und in der Placebo Gruppe gab's die ersten four Woche nur die Placebotabletten und in der Woche Vier gab's dann einmal auch in einer intravitriale Bivaccizumabgabe.

00:06:45: Was denkst du, warum habt ihr das so gemacht?

00:06:46: Ich hab mir gedacht, die haben es vielleicht deswegen so gemacht.

00:06:49: Weil's leichter durch die Ethik zu kriegen war.

00:06:52: Wenn man dem ö sieht und dann sagt okay wir behandeln euch jetzt einfach mal nicht mit der Standardtherapie sondern wir geben euch was anderes oder nix Dann ist das natürlich sehr viel schwieriger zurechtfertigen als zu sagen Vier Wochen lang bekommt ihr erst mal nicht die Standardtheraipie.

00:07:07: Das darf man ja auch oft nicht unterstagen.

00:07:11: Manchen Teilen der Welt War mindestens die Wartezeit für eine intravitriale Therapie?

00:07:16: Oder was hast du gedacht, warum haben wir das gemacht?

00:07:20: Möglicherweise war der ethische Aspekt das Eine.

00:07:23: Aber ich denke auch, dass ... Wir werden über irgendeine ganz neue, sagen wir mal so, mehr oder weniger experimentelle Behandlung von dem übersprechen.

00:07:32: dann müssen wir tatsächlich irgendwie das auch mit einem Standard vergleichen.

00:07:36: Und Standard ist ja Antivoke.

00:07:38: Insofern, ich denke Sie wollen erst mal gucken wie ist es denn vielleicht rein mit Placebo und da wollten sie aber tatsächlich schauen, wie ist das in Vergleichung mit Bevacitum ab?

00:07:49: Was auch interessant ist was später in den Ergebnisten auch diskutiert wird dass Lamiwudin wirkt ja anders als Anti-VGF und möglicherweise eine Kombinationstherapie aus Lamiwdien.

00:08:03: Und Anti-vgf, das sich dich auch nochmal einen zusätzlichen Benefit bringt so dass wir jetzt nicht darüber reden Entweder das eine oder das andere, sondern möglicherweise ergänzen sich die beiden.

00:08:14: Weil sie völlig verschiedene Pathophysiologischen Wege letztendlich angreifen und das ist möglicherweise auch der Sinn warum das hier kombiniert wurde um zu sehen was die Kombinationstherapie bringt.

00:08:32: Aber sie haben auch nach der Netzhautdicke geguckt, aber

00:08:35: da kam wirklich was anderes raus.

00:08:37: Guck mal gleich dazu!

00:08:38: Dein Lieblingsparameter habe ich gehört.

00:08:42: Ja genau den liebe ich schon seit jetzt hinten.

00:08:45: Sollte die Liebe leiser aufhören?

00:08:49: Ja, aber wichtig ist hier nochmal zu erwähnen.

00:08:51: So der Eichskriterien ... Sie haben absichtlich ... Na was heißt?

00:08:54: Absichtlich!

00:08:55: Aber sie haben auf jeden Fall klar definiert, dass eingeschlossen wurden nur die Augen, die von vornherein relativ schlechten Visus hatten.

00:09:01: Also unter zwanzig Fünfzig Zell.

00:09:03: das sind so ungefähr übertragen in unsere Dezimalwerte Null Komma Vier.

00:09:08: Es waren schon Patienten, die recht fortgeschrittene Befunde von Anfang an hatten und die zentrale Netzhautdicke zu Beginn war über fünfhundert Mikromieter.

00:09:15: also das ist schon auch Wenn wir sagen, die Definition von diabetischer Makuläldiehm ist mit zwei Hundertfünfzig Mikrometer.

00:09:21: Also höher als bei hundertfünftig und hier lagen wir bei Durchschnittswert von fünfhundert achtundfünfzig.

00:09:26: also das ist dann schon so doppelt so dick.

00:09:29: Das waren schon wirklich recht fortgeschrittene Befunde.

00:09:31: Sie haben erst mal geschaut wie entwickelt sich die Seekraft während der ersten vier Wochen wo es rein Lamiudin gegen Placeboja getestet wurde?

00:09:39: Und dann entsprechend nach weiteren vier Wochen also insgesamt nach acht Wochen auch noch mal separat geguckt, nach den Visus und der Zauticke.

00:09:49: Es ist wirklich sehr interessant dass in den ersten vier Wochen wo er quasi Placebo gegen Lamiudin vergleichen war das ganz eindeutig zugunsten von der Lamiodinkruppe ausgefallen weil nämlich die Lamioudingruppe hatte Knapp zehn Buchstaben wie ich es gewinne.

00:10:10: Das sind quasi zwei Zeilen!

00:10:12: Was?

00:10:13: Ja, man muss sich schwererweise sagen.

00:10:15: Okay.

00:10:15: Je schlechter der Ausgangsvisus ist, desto mehr kann ich da vielleicht was verbessern.

00:10:20: Also...

00:10:21: Ja

00:10:21: okay,

00:10:22: aber zwei Zeile ist jetzt

00:10:24: schon viel.

00:10:24: Ist das wirklich viel?

00:10:25: Genau genau und in der Placebo-Gruppe war es anstieg oder so war sogar Abfall.

00:10:30: nicht Anstieg, sondern Abfall um eins Komma acht Buchstagen.

00:10:33: also wie wir vorhin der anderen Folge besprochen haben, dass es plus-minus null praktisch.

00:10:37: Also gab's keinen großen Unterschied aber dafür zwei Zeilen Vesus gewesen in der Lamiudin Gruppe.

00:10:42: Wahnsinn!

00:10:43: Das

00:10:44: war schon mal wirklich sehr beeindruckend.

00:10:45: und wenn wir dann die Ergebnisse nach acht Wochen angucken, wo wird das eigentlich in der Lammiudinengruppe auch noch zusätzlich additiv die Wirkung von Bevacizum abhaben.

00:10:57: Dann ging das natürlich weiter und dann hatte die Lamiudin-Gruppe, so siebzehn Buchstaben.

00:11:02: Das ist ein bisschen mehr als drei Zeilen insgesamt im Vergleich zu der... Ja also es ist wirklich beeindruckend.

00:11:09: Wir sind da gerade in dem Bereich was wir in anderen Folge besprochen haben klinisch relevanter Visusanstieg.

00:11:16: Da sind die drei Zeile.

00:11:17: nur dass es hier nach acht Wochen hervorragend erreicht wurden.

00:11:24: Normalerweise müssen wir drei E-Worms spritzen.

00:11:26: Das sind ja definitiv zwölf Wochen, bis wir so was erreichen können, wenn es überhaupt gut läuft.

00:11:32: und in der Placebo-Gruppe, die dann aber auch Avastin bekommen hat.

00:11:36: nach vier Wochen gab's dann vermutlich höchstwahrscheinlich durch Avastine eine Visusverbesserung um fünf Buchstaben.

00:11:44: Was man auch kennt aus Protokolltiestudien war so eine durchschnittliche Bivacizumab-Injektion einmalig erreichen kann.

00:11:51: Das war jetzt nicht so verwunderlich.

00:11:54: Aber der Wiesnuss-Anstieg in den Lande Judiengruppen war wirklich

00:11:57: beeindruckend?

00:11:58: Apropos Protokoll T, die haben ja noch eine Sache gemacht, die hat mich eher verwirrt und zwar die synthetischen Kontrollen, die sich Patienten mit verschiedenen Antifolge F-Reparaten behandelt worden sind aus der Protokoltestudie angeschaut.

00:12:14: Und dann nochmal verglichen quasi ... Wobei die Patienten, die sie sich angeschaut haben auch für meinen Geschmack ein bisschen zu Rhetorogen waren.

00:12:24: Man kann sich das bestimmt aus Interesse mal durchlesen.

00:12:26: Ich würde da jetzt gar nicht weiter darauf eingehen, weil ich persönlich finde es für die Ergebnisse, die die Studie tatsächlich hat, nicht so wahnsinnig relevant.

00:12:36: Wie siehst du das in Bezug auf diesen Einschub?

00:12:40: Ich fand es auch recht kompliziert.

00:12:42: Genauso wie du das schilderst, also den Begriff synthetische Kontrollgruppe da musste ich mich auch erst mal einlesen habe ich noch nie gehört.

00:12:49: tatsächlich und ist jetzt nicht so dass die einfach nur die Daten von Protokolltär extrahiert haben sondern sie haben dann nochmal viel komplizierter statistischen Modelle und Auswertungen laufen lassen damit sie am Ende die Gruppen mit dem gleichen Ausgangshesus vergleichen, weil wir wissen der Ausgangsvisus, mit den wir starten ist der wichtigste prognostische Faktor für das Behandlungsergebnis.

00:13:13: Das ist ja relativ logisch und eindeutig.

00:13:16: Das heißt wenn ich in diesem Paper eine Gruppe nehme, die wirklich ein Visus so ungefähr einen Durchschnittsvisus von Null zwei hatte zum Behandlungsbeginn, dann kann ich das natürlich nicht vergleichen mit Protokolltee Gruppe die Metaphylberzept z.B.

00:13:32: behandelt wurde, die vielleicht ein Visus von null vier oder null fünf als Ausgangs bewährt hat.

00:13:37: Das ist wie der Äpfel mit Binnenvergleich.

00:13:38: D.h.,

00:13:39: sie haben das noch mal synthetischer verändert um dann nur in die Gruppe so anzupassen dass der Ausgang visus identisch ist fand ich auch wirklich sehr kompliziert und wie du auch sagst finde ich für die Hauptbotschaft dieser Arbeit, aus meiner Sicht auch wirklich verzichtbar.

00:13:59: Also danke auch für die Einordnung!

00:14:02: Vielleicht habe ich ja einfach den Punkt daran noch nicht so richtig verstanden?

00:14:06: Vielleicht meldet sich irgendwann der Philippe Pereira, der diese wunderbare Studie durchgeführt hat oder zumindest als Erstauto hier genannt ist ... Er hat sicherlich nicht allein durchgeführt, es gibt viele Chorautoren.

00:14:18: Aber genau!

00:14:19: Vielleicht haben wir's nicht verstanden aber ist auf jeden Fall kein notwendiger einen Schub um diese Studie zu verstehen.

00:14:25: Deswegen können wir jetzt auch wegen mir weitergehen.

00:14:27: Ich wollte es nur einmal nicht unerwähnt lassen für die Leute, die die Studien nachlesen und sich an der Stelle denken Hä?

00:14:32: Warum haben sie daran mal nicht versprochen?

00:14:34: Jetzt haben wir über die zwei Monatsdaten quasi gesprochen.

00:14:36: Mich hätte aber interessiert Die Studie lief ja von Februar-Zweißen-Zweiundzwanzig bis September-Zwzeinzwanziger, das sind zwei Monate die man betrachtet hat.

00:14:46: Man hätte ja bestimmt vor ein paar Patienten auch noch Werte erheben können, die später gewesen sind – auch nach der Behandlung mit Lamivudin!

00:14:54: möglicherweise, ich denke aber... also das war jetzt nicht der Fokus dieser Arbeit.

00:14:59: Sie haben sich auch da jetzt nicht weiter geäußert ob das jetzt eine logitudinale Auswertung geplant ist.

00:15:05: Das einzige was hier berichtigterweise nochmal in der Diskussion auch erklärt oder erwähnt wird ist klar es ist eine kurze Dauer von nur zwei Monaten.

00:15:15: aber wir wissen aus vielen Studien wieder der gute alte Protokoll T auch dass den meisten Visusgewinn, also siebzig Prozent des Visusgewinns was wir mit unserer Therapie von dem erreichen können hat man zum Beispiel im Protokoll Tee innerhalb der ersten zwei Monate gesehen.

00:15:33: Das heißt wir sehen schon inhalb der ersten drei Monate wohin die Reise geht und da ist wirklich der Zeitpunkt wo wir das meiste an funktionelle Ergebnisse rausholen.

00:15:43: Insofern haben Sie dann entsprechend gesagt, wir haben hier auch die acht Wochen Daten also auch siebzig Prozent des Visusgewinnens.

00:15:51: was man mit AntivvGF hat kann man dann entsprechend mit unseren Daten auch vergleichen.

00:15:55: aber wir haben noch gar nicht über meinen Lieblingsbeharmeter gesprochen weil das nämlich wird wirklich interessant vielleicht.

00:16:00: Ach den

00:16:00: Netzhautdicke!

00:16:01: Genau der Vorstelligkeitshalber weil die sich nämlich überhaupt nicht so stark verändert hat.

00:16:08: dass ist ja das Interessante hier dabei.

00:16:11: Die Visus ist ja super angestiegen in der Lampe wie du den Gruppe.

00:16:14: Das wird ein hervorragendes Ergebnis, aber die Netzhaut, die ich in den ersten vier Wochen, wo es noch keinen Pivacizumab im Spiel gab... Da ist so gut wie gar nichts

00:16:24: passiert.

00:16:25: Nach der einmaligen Gabe von Biewazitzumab war das tatsächlich so, dass die Netzhautdickel dann abgenommen hat und ein bisschen über hundert Mikromieter.

00:16:33: Das ist auch vergleichbar mit dem was wir aus den Studien zu Antiforget-Medikamenten kennen.

00:16:39: Aber hier ist es wirklich interessant!

00:16:40: Wir haben super schönes funktionelles Ergebnis mit dem Visus aber die Netzhautdicke geht einen ganz anderen Weg.

00:16:48: also die verändert sich unter Lamiwudin so gut als überhaupt nicht Und deshalb war das noch mal möglicherweise ein Hinweis darauf, dass außer VGF sicherlich noch andere Komponente mit Inflammation völlig unabhängig von dieser Flüssigkeitsansage und jetzt direkt Internetshaut, tatsächlich auch im Spiel sind die man möglicherweise mit langen Judinen hervorragend adressieren können.

00:17:12: Das fand ich wirklich sehr interessant!

00:17:14: Also eine

00:17:14: mögliche Folgefragestellung will quasi auch, dass man überlegt okay wie wirkt das jeweils bei Patienten sagen wir mal, Mist am Anfang in der Vorderkammer ist den Folge-F-Spiegel oder den Spiegel an EL VI und EL VIII.

00:17:28: Was einem sonst noch so einfällt ... Wir hatten das ja auch schon erwähnt.

00:17:32: Und dann zu gucken, wo wirkt Lamivudin am besten?

00:17:35: Du hattest es im ersten Podcast, hast du schön gesagt, dass du uns drei Achsen betrachtest.

00:17:42: Einmal in der Folge F-Achse, dann einmal in der informatorischen Achse

00:17:50: Formulieren die Dritte.

00:17:51: Und dann ...

00:17:52: Neurodegenerationen klingt sehr viel wissenschaftlicher, vielen Dank!

00:17:55: Also in der neurodegnerativen.

00:17:57: Genau das finde ich sehr spannend.

00:17:59: Wirft bei mir aber auch so eine Frage auf ob man vielleicht auch andere Erkrankungen damit behandeln kann?

00:18:05: Wenn es jetzt die inflammatoryische Achse ist, auf die man ja auch abzielt, du hast sie am Anfang so schön erklärt was könnte Lamivoudine zum Beispiel für pachikorridale Erkankungen tun?

00:18:16: Zum Beispiel für ein CCS?

00:18:18: Ich glaub überhaupt nichts

00:18:20: Ich

00:18:22: glaube die aktuelle, aber es sind wiederum nur... ich kann mich auch gerne ehren.

00:18:29: Der aktuelle Stand sozusagen der Pathogenieße von Pachikorot ändert sich aber auch alle ein paar Jahre oder sogar ein paar Monate hier nachdem welches Paper gerade rauskommt.

00:18:38: Aber da ist der aktuelle stand das es sich im Grunde genommen bei Pachikkort um eine Venöse überlastungskohoidopatie handelt.

00:18:47: Und entzündliche Komponente sind da, glaube ich tatsächlich gar nicht so richtig im Spiel, sondern es ist irgendwie ein erhöhter venöser Druck durch was auch immer.

00:18:56: Da gibt's mehrere Erklärungsansätze, aber da würde ich jetzt nicht so viel von Lamivudin erwarten.

00:19:01: Aber tatsächlich, das gibt ja haufenweise andere Erkrankungen die mit Inflammationen einhergehen und das wäre sicherlich einen sehr spannenden Ansatz.

00:19:10: Es wird jetzt auch größere Studien geben, also nicht zu Lamiwudin direkt, sondern zu seinem Derivat.

00:19:17: Das heißt jetzt im Internet als K-neun genannt, molekulisch mehr

00:19:23: weiß

00:19:23: ich.

00:19:23: K-Neun genau, Karla neun sozusagen.

00:19:28: Was von Lamiwoodien sich insofern unterscheidet, dass es keine Mitterchondrien doxizidiert hat?

00:19:35: Weil das ist ein bisschen das Problem vom Lamiwdien.

00:19:39: Das wird im Großen und Ganzen gut vertragen.

00:19:41: Aber das Einzige aber schwerwiegende, was man mit La myodhine erleben kann ist durch die Mitochondrientoxizität – weil das kann sich dort in diese DNA-Polymerase ja auch eben so mit dir interagieren – da kann es so eine Laktatorzidose führen.

00:19:58: In der Regel, wenn man aber regelmäßig Labor kontrolliert ist es wohl alles gut beherrschbar.

00:20:04: Aber dieses Derivat jetzt K-neun soll wohl tatsächlich gar keine mittelrunteren Luxizität haben und ist natürlich dann von jedem Wirkungsprofil noch viel besser.

00:20:15: Und das ist dann natürlich.

00:20:16: ich glaube da stehen wir vor spannenden Ära mit vielleicht möglicherweise ganz neuen Ansatz in der Demöberhandlung.

00:20:23: Ja, auf jeden Fall.

00:20:25: Da freu ich mich drauf, was da noch so kommen wird.

00:20:28: Wobei es auch grad ganz kurz ein bisschen traurig war, dass man nicht schon ... Das wird ja, wie du gesagt hast, seit den neunzigern angewendet.

00:20:35: und jetzt sagt man, okay gut, wenn's dem Ö-Patient betrifft, dann könnte man gucken, ob man was gegen die Mischeronretoxizität tut?

00:20:43: Find ich nicht fair, muss ich sagen!

00:20:46: Die Wege sind lang, wir wissen, wie lange hat das gedauert.

00:20:48: Man wusste schon... Seit neunziger Jahren, dass VGF-Spiegel hoch ist in ... Kamerawasser von Diabetikern.

00:20:56: Aber wie lange hat's gedauert bis wir das erste AntiVGF Medikament spritzen konnten?

00:21:00: Da lagen auch viele Jahre dazwischen.

00:21:02: Die Geduld müssen da bringen!

00:21:03: Ja,

00:21:04: ich hoff trotzdem, dass es jetzt nicht so lang ist, weil das Medikamente seien sich schon zugelassen werden für andere Dinge.

00:21:11: Ich will gar nicht so richtig aufhören, aber ich hab keine Fragen mehr zu dieser Studie.

00:21:15: Zumindest keine, die ist jetzt ... nicht komplett übertreiben würden.

00:21:19: Ich danke dir für deine Zeit und deine Erklärung, es hat sehr viel Spaß gemacht mal wieder!

00:21:22: Ich hoffe wir wiederholen das vielleicht bevor die nächsten Studien hier zu draußen sind.

00:21:27: wenn du sagst da muss man noch einen langen Atem haben.

00:21:30: Ja, sehr gerne und ... Wir können nur so Zuhöre und Zöhren nur animieren dazu dass sie vielleicht auch da aktiv tatsächlich an der Entwicklung neuen Medikamente arbeiten oder neun therapeutischen Ansätzen, weil je aktiver wir alle da tätig sind, desto weniger wird es dauern.

00:21:50: Absolut!

00:21:51: Das sind sehr schöne Schlussworte.

00:21:53: Vielen Dank auch noch mal meiner Stelle fürs Zuhören und vielen Dank an Alimera für's möglich machen.

00:21:58: Dann verabschieden wir uns und freuen uns auf den nächsten Podcast-Monat.

00:22:03: Und bis dahin wünschen wir Ihnen eine gute Zeit.

00:22:06: Tschüss unter vier Augen Eine Produktion der Kerkom GmbH unter der Leitung

00:22:13: von Prof.

00:22:14: Dr.

00:22:15: Alireza Mirchai

00:22:17: und

00:22:17: Tobias Kesting.

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